Berichte

Hubertusmesse 2009

Am 22. November 2009 war es wieder soweit. Der  "Parforcehornkreis Kaiserpfalz Aachen" gestaltete seine alljährliche Hubertusmesse in der Pfarrkirche St. Donatus in Aachen Brand vor vollem Haus. Nach der erfolgten Neuausrichtung der Gruppe Ende 2008 präsentierte sich der "Parforcehornkreis  Kaiserpfalz Aachen" mit einem komplett neu erarbeiteten Programm und neuem Blasstil unter der musikalischen Leitung von Bernd Michael Böker.

Die äußerst positive Resonanz der Zuhörer zeigte, dass sich die intensive Probenarbeit der vergangenen Monate gelohnt hat und sich die Gruppe auf dem richtigen Weg befindet.Erst nach mehreren Zugaben wurde das Ensemble vom beeindruckten Publikum entlassen. Den erfolgreichen Abend feierten die Bläser, deren Familien, Freunde und Gönner in einem nah gelegenen Gasthaus.

Besonderer Dank gilt Herrn Pastor Freyaldenhoven und seinem Team Hr. Bräutigam und Fr. Keksel, den Falknern Jan und Nicole Wimmer mit ihren Habichten, Ulli Kreutz und Tochter Luisa mit ihren Wanderfalken, Herrn Dr. Thiel und seiner Frau für die Bereitstellung des imposanten Hirschgeweihs, der Druckerei Wimmer für die Spende der Programmhefte, Plakate etc. sowie allen, die mit zum guten Gelingen dieses Events beigetragen haben und natürlich last but not least der begeisterten Zuhörerschar.

Hubertusmesse 2008

Am 2. November gestaltete der „Parforcehornkreis Kaiserpfalz Aachen“ die schon fast traditionelle Hubertusmesse in der wunderschönen dreischiffigen Hallenkirche St. Donatus in Aachen Brand.

Nach intensiver Probenarbeit im Vorfeld erntete  das Ensemble die Früchte seiner Arbeit vor vollem Haus. Besonderem Dank gilt unserem Mitglied Peter Menicken, der mit seiner zur Verfügung gestellten Dekorationen für ein eindrucksvolles Ambiente sorgte, sowie den Falknern, die mit Ihren imposanten Greifvögeln das Bild abrundeten.

Wie schon in den Jahren zuvor, bot das Ensemble auch in diesem Jahr wieder ein anspruchsvolles Programm dar. Erst nach mehreren Zugaben wurde das Ensemble vom begeisterten Publikum entlassen. In geselliger Runde ließ die Gruppe, deren Familien, Freunde und Gönner den erfolgreichen Abend in einer nahe gelegenen Gaststätte ausklingen.

Hallo Ihr Jagdhornverrückten

Bei uns ambitionierten Jagdhornbläsern kann es mitunter schon mal zu Problemen kommen, wenn die „täglichen“ Übungseinheiten mit unseren geliebten Jagdhörnern anstehen. Nicht jeder ist Eigentümer einer für diesen Zweck entfremdeten Jagdhütte oder eines gut gedämmten Hauses und nicht jeder kann Nachbarn aufweisen, die unser Treiben unterstützen bzw. auch noch schön finden. Wobei - als leidenschaftlicher Parforcehorn- und Trompe de Chasse Bläser kann ich das nachvollziehen. Speziell der Klang der Trompe de Chasse kann manchmal schon sehr durchdringend sein und - auch wenn man es selber kaum verstehen kann - nicht alle Menschen finden diese Klänge schön. Kürzlich bei mir zu Hause trat ein derartiges Problem auf, als meine Tochter meinte: „Papi, gehst Du Üben?“, was ich dann  bejahte. Ihr „ Papi, bitte bitte  nicht..“ hat mich dann nachdenklich gemacht und seitdem versuche ich, so oft wie möglich in freier Natur meinem Hobby nachzugehen.

Hier galt es aber, nun erst einmal geeignete Stellen zu finden. Das ist gar nicht einfach, wenn man niemanden stören will und vor allem nicht selber andauernd gestört werden will, um konzentriert proben zu können. D. h., wenn man nicht gerade mitten im Wald wohnt, wird man sich verschiedene Stellen für verschiedene Windrichtungen suchen müssen. Ansonsten wird man sehr viel Besuch während des Übens erhalten, da man speziell die Trompe de Chasse aber auch das Parforcehorn in Es sehr weit hören kann. Des Weiteren sollte man sich Stellen suchen, die nicht an stark frequentierten Wegen liegen, da man ansonsten mehr erklären muss und nicht wirklich zum konzentrierten Üben kommt.

Meine favorisierte Stelle liegt in einem Wald abseits der herkömmlichen Wege, oberhalb eines relativ großen Tales inmitten von großen Buchen und Eichen, also relativ abgelegen. Man muss schon ein wenig laufen um diese Stelle zu erreichen aber beim ersten Austesten dachte ich nur: „Wahnsinn, welch toller Klang! Wie in einer Kirche!“ Wenn der Wind an dieser Stelle in Richtung Tal bläst kommt noch ein entsprechendes Echo hinzu.

In den darauffolgenden Wochen habe ich regelmäßig an dieser Stelle geübt und nur selten wurde ich dort von Spaziergängern gefunden. Meistens dann, wenn der Wind in Richtung Spazierweg stand und wenn ich zur Hauptspazierzeit dort zu Gange war.

Der erste Spaziergänger, der mich doch gefunden hat, meinte nur: „Was machen Sie denn hier?“  Was ich nur kurz mit: „Ich fische hier!“ kommentierte. Nach gemeinsamen ausgiebigen Lachen kamen wir dann ins Gespräch und der Spaziergänger war sichtlich erfreut, dass er mich gefunden hatte, aber auch überrascht, dass er nur einen einzigen Bläser angetroffen hat. Er war der Meinung, da stünde nun ein ganzes Rudel Bläser.

An einem anderen Tag ist mir dort folgendes passiert: Ich war mal wieder nach einem stressigen Arbeitstag an meiner Lieblingsstelle im Wald zugange und hatte schon ein wenig meine Fanfaren geblasen, als sich ein "älteres" Pärchen durch den Wald näherte. Im Nachhinein schätze ich die Beiden ungefähr auf 75-80 Lenze. Während meines Spiels und noch bevor ich nach Beendigung meines Spiels auch nur einen Ton sagen konnte, stand der ältere Herr neben mir, fasste meinen Arm und redete wie ein Wasserfall auf mich ein. Folgendes sagte er zu mir: „Hallo Karl, du glaubst gar nicht, wie froh ich bin, dass du es am heutigen Tage möglich machen konntest, hier an diesem Ort in Gottes wunderschöner Natur für meine geliebte Elvira ein Geburtstagsständchen zu blasen. Schau mal, wie sie sich freut!"

Dann wurde ich seiner Elvira mit Karl Meier vorgestellt. Ich habe das Spiel natürlich  mitgespielt, der lieben Elvira ganz brav zum Geburtstag gratuliert und dann noch ein paar Fanfaren und Musikstückchen für die Beiden zum Besten gegeben. Sichtlich gerührt zogen die Zwei nach der Verabschiedung Händchen haltend weiter.

So hat man auch als ambitionierter Jagdhornbläser beeindruckende Erlebnisse und ist immer wieder aufs Neue überrascht, welche Freude man doch anderen Menschen mit unserem Jagdhornspiel bereiten kann.

Für den kommenden Sommer habe ich mit der kompletten Gruppe eine Open Air Probe an besagter Stelle im Wald vorgesehen und ich bin schon sehr gespannt, welche neuen Eindrücke und Erfahrungen wir dabei erleben werden. (Bericht folgt)

Mit bläserischem Gruß

Euer Bernd